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Einige Regeln

Verlängerung des letzten Chukkers, wenn es untentschieden steht
Der letzte Chukker ist normalerweise sofort bei Ertönen der ersten Glocke nach 7 Minuten beendet, auch wenn sich der Ball noch im Spiel befindet. Wenn es jedoch zu diesem Zeitpunkt unentschieden steht und ein Spielergebnis erreicht werden muss, wird das Spiel fortgesetzt, bis der Ball ins Aus geht oder nach 7,5 Minuten die zweite Glocke ertönt. Wenn es danach immer noch unentschieden steht, wird das Spiel nach 5 Minuten Pause fortgesetzt, bis ein (goldenes) Tor erzielt wurde, das das Spiel sofort beendet. Die Seiten werden nicht gewechselt. Wenn die Tore nach Übereinkunft mit den Kapitänen der Mannschaften erweitert werden und die Turnierausschreibung dies vorschreibt oder der Extra-Chukker torlos geblieben ist, werden die Seiten gewechselt und der Ball von der Mitte des Platzes eingeworfen. Ein Spiel mit erweiterten Toren darf nicht mit einem Strafstoß begonnen werden. Ein Strafstoß muss vorher noch im letzten Chukker ausgeführt werden.

Verlängerung für den Fall, dass ein Strafstoß gegeben wurde (Regel E7)
Pfeifen die Schiedsrichter innerhalb von 20 Sekunden in der normalen oder extra Spielzeit vor Spielende einen Strafstoß, müssen die Schiedsrichter sicher stellen, dass der Zeitnehmer von dieser Entscheidung in Kenntnis gesetzt ist, dass noch 20 Sekunden Spielzeit nach Ausführung des Strafstoßes gegeben werden. Wird innerhalb dieser 20 Sekunden extra Spielzeit ein weiteres Foul gepfiffen, werden weitere 20 Spielzeit gegeben.

Tor wird nach Schiedsrichterpfiff gegeben (Regel F9)
Ein Tor kann nach einem Schiedsrichterpfiff gegeben werden , wenn die Schiedsrichter oder der Oberschiedsrichter entscheiden, dass die stürmende Mannschaft kein Foul verursacht hat oder das Foul von der verteidigenden Mannschaft verursacht oder das Foul nicht bestätigt bzw. aufgehoben wurde.

Wegerecht (Regel G und H)
Die Schiedsrichter müssen das Spiel aus nächster Nähe verfolgen, sodass sie immer das Wegerecht im Auge behalten und auch wissen, welcher Spieler das Wegerecht hat. In dem Augenblick, wenn die Ballinie wechselt, muss Klarheit darüber bestehen, wer das neue Wegerecht hat und in welcher Richtung es ist. Einem Spieler, der auf dem alten Wegerecht war, muss genügend Gelegenheit gegeben werden, wegzureiten, da sonst ein Foul gepfiffen wird (Regel G (b)). Diese Regel ist immer schwieriger durchzusetzen, wenn ein Spieler den Ball dribbelt bzw. durch kurze Schläge den Ball seitlich spielt und dann dem Ball auf der neuen Linie folgt.
Es ist wichtig, dass die Schiedsrichter das Wegerecht verstehen, das in der Regel H ausführlich beschrieben ist. Ganz allgemein folgt das Wegerecht der Linie des Balls mit dem Spieler parallel folgend, indem er den Ball auf seiner rechten Seite spielt und so allen anderen gegenüber Vorrang hat. Ein Spieler, der in Richtung der Ballinie in einem Winkel reitet, hat das Wegerecht einem anderen Spieler gegenüber, der dem Ball in einem Winkel entgegen reitet. Zwei Spieler, die sich abreiten, haben beide das Wegerecht. Der Spieler, der den Ball schlägt und dann die Ballinie verlässt, gibt das Wegerecht auf.
Wenn zwei Spieler, die gegeneinander spielen, in die gleiche Richtung reiten, haben sie das Wegerecht einem Spieler gegenüber, der den beiden Spieler entgegen kommt (Zwei-gegen-einen-Regel). Die Schiedsrichter haben immer eine eigene Vorstellung über ein Wegerecht und müssen daher Geschwindigkeit und Entfernung richtig einschätzen, wenn ein Spieler kreuzt oder in das Wegerecht reitet. Wenn keine Gefahr besteht und der Spieler, der sich auf der Linie befindet, seine Geschwindigkeit nicht reduzieren muss, wird kein Foul begangen.

Pferd anhalten (Regel I)
Ein Spieler mit einem Ball darf das Spiel nicht auf Schrittempo reduzieren, wenn ein Gegenspieler zur gleichen Zeit verteidigt. Der Schiedsrichter pfeift das Spiel ab und wird es mit einem Einwurf fortsetzen.

Gefährliches Reiten (Regel J)
Die Sicherheit der Spieler und die Fürsorge der Pferde hat immer höchste Priorität. Regel J beinhaltet eine Menge Beispiele für gefährliches Reiten und für eine Verletzungsgefahr von Spielern und Pferden. Ein Spieler, der gefährlich reitet, muss sofort bestraft werden. Ein Spieler kann einen anderen Spieler abreiten, wenn er parallel neben ihm und gleich schnell reitet, obwohl der andere Spieler gerade den Ball links oder rechts schlägt. Dabei darf der Spieler weder von hinten hineineinreiten, um den Schlag des Gegners zu verhindern, noch den Ball so schlagen, dass er den Spieler oder das Pferd verletzen könnte, wenn er gefährlich abreitet. Die Schiedsrichter müssen gefährliches Reiten sofort ahnden und im Zweifelsfall einen Spieler bestrafen, der absichtlich eine Gefahr für Spieler oder Pferd darstellt.

Falscher Einsatz des Poloschlägers (Regel M)
Die Regeln schreiben vor, dass ein Spieler nur hooken oder den Schläger eines Gegners berühren darf, während der Gegner den Ball schlägt und sich der Schläger unterhalb der Schulterhöhe befindet. Es folgen nun einige Beispiele von gefährlichem Schlägereinsatz:

a. Voller Schwung bzw. Ausholen, um den Ball beim Einwurf oder Getümmel in einer Weise zu schlagen, die Spieler und Pferd gefährden.

b. Im Getümmel in Pferdebeine schlagen.

c. In der Luft nach dem Ball schlagen und andere Spieler verletzen oder in Gefahr bringen.

d. Voller Schlag unter dem Pferdehals, sodass ein anderer Spieler, der parallel reitet, gefährdet wird.

e. Gefährliches Schlagen des gegnerischen Schlägers, wenn Verletzungsgefahr besteht. Ein Spieler, der sein Pferd mit dem Schläger schlägt, eine Gerte oder Sporen unverhältnismäßig hart einsetzt, wird durch einen entsprechenden Bericht angezeigt.

Ein Spieler, der einen anderen Spieler absichtlich schlägt, wird für den Rest des Spiels vom Feld verwiesen (Strafe 10 a).

Unfall oder Verletzung bei Spieler oder Pferd (Regel 01+01)
Die Schiedsrichter haben die Verantwortung, alles zu tun, um einen Unfall oder eine Verletzung von Spielern oder Pferden zu verhindern. Wenn z.B. ein Spieler eine Gefahr für sich und andere darstellt, muss er verwarnt, bestraft oder vom Felde verwiesen werden. Nicht gestattet ist gefährliches Einsetzen des Schlägers im Getümmel, Zickzack Reiten vor einem anderen Pferd, langsames Reiten bei Ballbesitz und kräftiges Schlagen des Balles in Spieler und Pferde. Ein unkontrollierbares Pferd und ein Pferd mit gefährlichem Zaumzeug muss ebenfalls vom Platz verwiesen werden, um Verletzungen zu vermeiden.
Sollte ein Reiter oder Pferd verunglücken, müssen die Schiedsrichter sofort ihrer Fürsorgepflicht nachkommen. Ist ein Spieler verletzt, müssen die Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen und ärztliche Hilfe anfordern, indem sie ihren Pick-up Stick über ihrem Kopf schwenken. Die Schiedsrichter sollten dafür sorgen, dass Spieler und Zuschauer von dem Verletzten entfernt gehalten werden, mit Ausnahme der Personen, die helfend tätig sind. Die Schiedsrichter sollten sich mit dem Kapitän der Mannschaft des verletzten Spielers über einen Ersatzspieler abstimmen und den Ansager entsprechend informieren. Nachdem die Schiedsrichter und die Sanitäter den verletzten Spieler so gut wie möglich versorgt haben, sollte das Spiel so schnell wie möglich wieder beginnen. Dazu müssen sie vorher das Einverständnis des Verantwortlichen erhalten, bevor der verletzte Spieler, der evtl. einen leichten Schock gehabt hat oder kurz bewusstlos war, wieder spielen kann. Ist kein Sanitäter anwesend, müssen die Schiedsrichter entscheiden.
Wenn ein Pferd fällt oder lahmt, müssen die Schiedsrichter das Spiel anhalten und das Pferd vortraben lassen. Ist das Pferd verletzt, muss es den Platz verlassen. Ist das Pferd schwer verletzt oder bleibt liegen, fordern die Schiedsrichter die Spieler sofort auf, das Pferd vor Zuschauern abzuschirmen. Ist ein Tierarzt anwesend, übernimmt er alles weitere. Die Schiedsrichter sollten veranlassen, dass eine Schutzblende aufgestellt wird, und wenn nötig, das Pferd in einem Pferdehänger so schnell wie möglich entfernen zu lassen. Der Kommentator sollte informiert werden und den Vorgang so gut wie möglich überbrücken.

Schiedsrichterausschuss Jedes DPV Mitglied, das ein Handicap hat, sollte auch einen Schiedsrichtergrad haben. Jeder Spieler mit einem Schiedsrichtergrad wird vom Schiedsrichterausschuss einmal im Jahr neu eingestuft und in der Handicapliste aufgeführt. Alle Spieler müssen die Regeln kennen und haben auch die Pflicht zu schiedsrichtern. Der Schiedsrichtergrad CP bedeutet, dass ein Spieler noch keinen Schiedsrichtertest absolviert hat. Die Tests werden vom Schiedsrichterausschuss in den Monaten April und Mai abgehalten, um jedem Spieler die Möglichkeit zu geben, Schiedsrichtergrad C zu erwerben.